Balsiger, Seibold & Partner

Gastroenterologische Praxis & Crohn-Colitis-Zentrum
Hochhaus Lindenhofspital Bern

Aktuelles

 

In unserem Zentrum erhalten Sie immer die modernste, international standardisierte Therapie. Als Mitglied in der ECCO trifft sich Prof. Seibold regelmässig mit anderen Crohn- und Colitis-Spezialisten aus ganz Europa und den USA, um neue Therapiestandards festzulegen.

Es besteht in unserem Zentrum auch die Möglichkeit von bisher nicht zugelassenen Präparaten zu profitieren. Diese werden jedoch nur im Rahmen von klinischen Studien abgegeben. Ein Teil dieser Studien wird in Zusammenarbeit mit dem Inselspital Bern durchgeführt.


Willkommen in unserem IBD-Zentrum   / 07.07.2014

Neben der fachärztlichen Betreuung sind wir stets bemüht, Ihnen mit Rat und Tat bei Problemen, mit denen Sie als Crohn- oder Colitis-Patient konfrontiert sind, zur Seite zu stehen. Wir nehmen uns Zeit zuzuhören, diskutieren, Fragen beantworten und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Haben Sie einen Weg gefunden oder eine Erfahrung gemacht, die Ihnen hilft, besser mit Ihrer Krankheit zu leben? Lassen Sie es uns wissen - für uns ist es hilfreich - und andere Betroffene könnten von diesen Erfahrungen profitieren. Gerne veröffentlichen wir Ihre Beiträge auf dieser Homepage, dies selbstverständlich nur mit Ihrem ausdrücklichen Einverständnis und anonym.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per Mail.

Rosmarie Junker, IBD Nurse
rosmarie.junker(a)magendarmsuisse.ch


Chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Depression   / 17.09.2014

Eine chronisch entzündliche Darmerkrankung geht oft mit einer Reduktion der Lebensqualität einher. Die Probleme, die mit einer Erkrankung im Zusammenhang stehen, können den betroffenen Patienten schnell zu viel werden. Oft sind Patienten mit mehreren Dingen gleichzeitig belastet, zum Einen der Beruf, zum Andern die Familie, zum Dritten die chronische Erkrankung. Kommt es zu einem Schub der Erkrankung, reichen zum Teil die Kräfte nicht mehr aus und es tritt eine Überbelastung auf. Es ist bekannt, dass das Risiko, eine depressive Störung zu entwickeln bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen erhöht ist.

In einer kanadischen Studie konnte gezeigt werden, dass ca. 15 % der Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen an depressiven Störungen leiden. Depressionen sind gehäuft bei Frauen, alleinstehenden Menschen, jüngeren Patienten, vor allen Dingen mit chronischen Schmerzen, zu finden. Erschreckenderweise haben 17 % der Studienteilnehmer über Suizidgedanken in den letzten 12 Monaten berichtet.

Der Darm als auch das Gehirn kommunizieren miteinander über verschiedene Systeme, darunter der Vagusnerv, verschiedene Zytokine oder auch Hormone und Neurotransmitter. Stress-Hormone können durch Entzündungsprozesse aktiviert werden und dadurch zu einem Krankheitsgefühl bis hin auch zu depressiven Verstimmungen führen.

Was können wir dagegen tun?
Oft ist eine Gesprächstherapie bereits schon hilfreich, allerdings muss hervorgehoben werden, dass nur ca. 40 % der Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, die an einer Depression erkrankt sind, eine adäquate antidepressive Therapie erhalten. Der Vorteil einer zeitlich limitierten antidepressiven Therapie kann auch eine Schmerzlinderung sein. Aus diesem Grunde empfehlen wir immer wieder Patienten, eine begleitende psychosomatische Therapie durchzuführen, um damit besser mit der Krankheitsaktivität zurecht zu kommen.

Colitis-Schübe durch Höhe   / 07.04.2014

Patienten mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung können empfindlich auf Sauerstoffmangel reagieren. So kann ein Aufenthalt im Gebirge oder ein Langstreckenflug das Auslösen eines Schubes begünstigen, wie eine neue Studie der Swiss IBD-Kohorte aufzeigt. Weil es in Höhen von über 2000 Metern zu Sauerstoffmangel im Blut kommt, wird der Entzündungsbotenstoff HIF-1 alpha ausgeschüttet. Dies bewirkt das Ansteigen weiterer Botenstoffe, die dann zu einer Entzündung im Darm führen können. Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen reagieren offenbar sensibler auf die ansteigende HIF-1 alpha-Konzentration im Blut und können deshalb auf einer Flugreise oder in den Bergen mit einem neuen Schub konfrontiert werden.

 

Hier erhalten Sie Informationen zur Stuhltransplantation. 


Über 200 Teilnehmer an SMCCV-Patientenseminar in Bern.   / 11.07.2013